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Weiterer Anstieg des Verpackungsverbrauchs in Deutschland

Quelle: UBA

Der Verpackungsabfall in Deutschland hat mit einem Plus von 0,7% zum Vorjahr in 2018 eine Gesamtmenge von 18,9 Millionen Tonnen und damit einen neuen Höchststand erreicht. Seit 1995 hat sich die Menge sogar verdoppelt. In einer dazu kürzlich veröffentlichten Studie des UBA werden Verwertungsmengen und -arten der einzelnen Verpackungsmaterialien betrachtet.

Das Umweltbundesamt bestimmt in seiner Studie den Verpackungsverbrauch für Deutschland im Jahr 2018 entsprechend der europäischen Verpackungsrichtlinie (EU 2019/665). Von den knapp 19 Millionen Tonnen Verpackungsabfällen, welches einem durchschnittlichen pro Kopf Aufkommen von 227,5 kg entspricht, entfallen rund die Hälfte auf private Endverbraucher: 8,9 Millionen Tonnen oder 107,7 kg pro Kopf. Das sind 1,0 Prozent mehr als im Vorjahr und 20,6 Prozent mehr als 2010. Der Rest ist auf industrielle Verpackungen, zum Beispiel Umverpackungen oder Transportverpackungen für Export oder Logistikanwendungen, zurückzuführen.

Gründe für die andauernde Zunahme sind unter anderem langfristige gesellschaftliche Trends und ein Wandel der Lebensformen. Hierzu gehören beispielsweise der Trend zu mehr Singlehaushalten und die Zunahme des Außer-Haus-Verzehrs von Lebensmitteln und Getränken. Beides hat zur Folge, dass die Nachfrage für kleinere Füllgrößen und teils vorportionierte Einheiten steigt. Hinzu kommen die stetige Zunahme des Onlinehandels und anspruchsvollere Hygienevorschriften.

Verpackungen bestehen zum größten Teil aus Glas, Papier, Pappe und Karton, Kunststoff, Weißblech, Aluminium und Holz – wertvolle sekundäre Rohstoffe, die auch nach ihrer Zeit als Verpackung im Kreislauf bleiben sollen. Davon wurden insgesamt 18,2 Millionen Tonnen verwertet. Hierbei sind jedoch die Verwertungsquoten und –arten differenziert zu betrachten, da nur die stoffliche Verwertung (13,0 Millionen Tonnen) als Recycling zählt. Bei Kunststoffverpackungen allerdings, die in ihrer Gesamtmenge immerhin 3,3 Millionen Tonnen ausmachen, wurden 2018 nur weniger als die Hälfte recycelt.