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Umfrage des DIHK zeigt Ursachen und Auswirkungen von Lieferengpässen und Rohstoffknappheit für deutsche Unternehmen auf

Quelle: DIHK

Eine aktuelle Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 3000 deutschen Unternehmen zeigt, welche Branchen von den derzeitigen Preissteigerungen und dem Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten besonders betroffen sind und wie sie reagieren. Ob Kupfer, Aluminium oder Holz, durch die Nachfrageengpässe müssen zahlreiche Unternehmen die höheren Einkaufpreise und längeren Wartezeiten auf bestellte Waren abfangen und stehen vor neuen Herausforderung hinsichtlich zukünftiger Planungen.

Knapp die Hälfte der 3000 befragten Unternehmen verzeichnen Lieferengpässe oder Preissteigerungen bei Stahl (49%) und Kunststoffen (41%), rund ein Viertel (24%) bei Aluminium. Auch bei der Beschaffung von Kupfer wirken sich Preise und Verfügbarkeiten - bei 19% der Befragten - auf die reibungslose Fertigung aus. Silizium, Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit spielte innerhalb der befragten Branchen nur eine untergeordnete Rolle.

Der Mangel an Stahl hat branchenübergreifende Auswirkungen und trifft besonders den Maschinenbau (85%), die Metallindustrie (85%), das Baugewerbe (72%) und die Fahrzeugindustrie (46%).
Das Baugewerbe ist zusätzlich von Preisaufschlägen und Produktionsverzögerungen bei Holz belastet. Doch auch Beschaffungsprobleme bei Kunststoffen treffen den Bausektor und die Fahrzeug- und Chemieindustrie in gleichem Maße (43% - 46% der Befragten).

Auch die Aluminium-Knappheit trifft besonders den Maschinenbau sowie die Metall- und Fahrzeugindustrie. Darüber hinaus wurden von Fahrzeugindustrie unter sonstigen knappen Vorprodukten vorwiegend Halbleiter genannt.

Verpackungen sind derzeit branchenübergreifend schwer zu erhalten, aber auch Elektronikkomponenten sind in vielen Branchen Mangelware.
Die gestiegene Nachfrage bestimmter Rohstoffgruppen, geringe Produktionskapazitäten, Transportprobleme und Produktionsausfälle in der vorgelagerten Lieferkette sind – laut DIHK Umfrage - die häufigsten Ursachen der derzeitigen Rohstoffknappheit, die sich sowohl auf den Einkaufs- als auch Verkaufspreis von Waren und Dienstleistungen auswirken.

Die Umfrage zeigt weiterhin auf, dass Lieferengpässe innerhalb der befragten Unternehmen besonders zu höheren Einkaufspreisen sowie längeren Wartezeiten auf bestellte Waren und Rohstoffe führen. Für viele Unternehmen ist der steigende Planungsaufwand eine zusätzliche Herausforderung. Auch Umsatzausfälle und Produktionsstopps von bestehenden Aufträgen, erschweren es den Unternehmen, sich wirtschaftlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erholen.