RESourceEU: Neuer EU-Aktionsplan für mehr Recycling und Rohstoffsicherheit

Die Europäische Union will, ihre Abhängigkeit von Rohstoffimporten deutlich verringern und setzt dabei verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft. Auf dem Berlin Global Dialogue 2025 stellte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den neuen Aktionsplan „RESourceEU“ vor, der Recycling, Wiederverwendung und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen in Europa gezielt ausbauen soll. Der Plan wurde bereits im vergangenen Dezember von der Europäischen Kommission verabschiedet und soll Anfang 2026 umgesetzt werden.
Die Europäische Kommission hat mit RESourceEU einen umfassenden Aktionsplan angenommen, der die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft beschleunigen soll. Ziel ist es, bis 2030 ein geschlossenes europäisches Rohstoffsystem aufzubauen.
Im Mittelpunkt stehen Investitionen in moderne Recyclingtechnologien, Sammelsysteme und europäische Verarbeitungsprojekte. Damit sollen kritische Materialien wie Seltene Erden, Lithium, Kobalt und Nickel stärker im Kreislauf gehalten und neue industrielle Kapazitäten in Europa geschaffen werden. Hintergrund sind steigende geopolitische Risiken und neue Exportbeschränkungen wichtiger Förderländer.
Parallel dazu setzt die EU auf eine breitere Diversifizierung ihrer Rohstoffquellen. Über Global-Gateway sollen strategische Partnerschaften mit Ländern wie Kanada, Australien, Chile, der Ukraine und Kasachstan weiter ausgebaut werden, um stabile und nachhaltige Lieferketten sicherzustellen.
Mit RESourceEU will die EU ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und Europas Versorgungssicherheit langfristig sichern.
Foto: Adobe Stock 1530450416 - Autor: HaqueMukul
