IHK-Umweltbarometer: Kreislaufwirtschaft als zentraler Wettbewerbsfaktor

Laut Umweltbarometer der Bayerischen IHKs sehen rund ein Drittel der Unternehmen Umweltauflagen als Wettbewerbshemmnis. Branchenübergreifend gilt die Kreislaufwirtschaft für mehr als ein Drittel der Betriebe als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit.
Die IHK führt mit dem „Umweltbarometer“ eine jährliche Befragung unter Unternehmen zur Umweltpolitik durch, um ein Stimmungsbild zu aktuellen Umweltregulierungen zu gewinnen. Die nun veröffentlichte bayerische Auswertung zeigt, dass rund ein Drittel der Unternehmen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft, Umweltauflagen als Wettbewerbshemmnis empfindet. Hauptgründe dafür seien die komplexen, wenig praxisnahen und zeitintensiven Anforderungen; ein Viertel der Befragten investiert dabei über acht Stunden pro Woche allein in Dokumentationspflichten. Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass die Unternehmen grundsätzlich bereit sind, Verantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz zu übernehmen. Unterstützung bei der Umsetzung wünschen sich die Betriebe vor allem durch einen Abbau bürokratischer Hürden sowie durch weltweite oder zumindest EU-weite einheitliche Spielregeln. Das aktuell beschlossene EU-Umweltomnibuspaket setzt genau an diesen Punkten an und dürfte daher von den Unternehmen positiv aufgenommen werden. Branchenübergreifend und unabhängig von der Unternehmensgröße stellt die Kreislaufwirtschaft für gut ein Drittel der Betriebe das Thema mit dem größten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit dar. Gerade produktspezifische Anforderungen gewinnen zunehmend an Bedeutung in den Betrieben.
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