Verpackungsrecycling in Deutschland: Hohe Quoten, aber auch Herausforderungen

Anfang des Jahres hat das Umweltbundesamt (UBA) zusammen mit der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) die aktuellen Zahlen zum Recycling von Verpackungsabfällen veröffentlicht. Insgesamt wurden 2024 5,5 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle durch die dualen Systeme verwertet, wobei Verpackungen aus Papier/Pappe/Karton, Weißblech, Aluminium und Kunststoffen die Recyclingquoten erfüllt oder sogar mehr als erfüllt haben. Getränkekarton-, Glas- und Verbundverpackungen hingegen haben die Quotenvorgaben nicht erreicht.
Vor allem beim Recycling von Kunststoffverpackungen gab es erfreuliche Entwicklungen. Hier stieg die Quote des werkstofflichen Recyclings um fast 30 Prozent im Vergleich zu 2018 auf insgesamt über 70 Prozent. Dabei spielen moderne Sortieranlagen eine entscheidende Rolle zur systematischen Sortierung der Verpackungsabfälle. Zu berücksichtigen ist, dass Fehlwürfe sowie nicht recyclingfähige Verpackungen auch von den leistungsfähigen Sortier- und Recyclinganlagen nicht recycelt werden können. Potenzial gibt es hierbei vor allem beim recyclinggerechten Design, aber auch in der besseren Mülltrennung.
Beim Recycling von Glasverpackung ist die konsequente Trennung von Glasverpackungen nach Farben ebenfalls ein entscheidender Faktor. Durch das Glasrecycling können große Mengen Energie, im Vergleich zur Herstellung von neuen Produkten, eingespart werden.
Foto: Adobe Stock Nr. 81079646- Autor: Monticellllo
