Umweltpakt Bayern

 

Natur auf dem Firmengelände: Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeitende

Letzte Aktualisierung: 23.10.2017, Quelle: LfU

Ein ansprechend gestalteter Eingangsbereich als Willkommensgruß für Kunden, lauschige Plätze im Grünen zum Arbeiten und Entspannen für Mitarbeitende, Dach- und Fassadenbegrünung für besseres Raumklima: die naturnahe Gestaltung von Firmenarealen bietet vielfältige Chancen und Vorteile für Unternehmen.

Neben einem Beitrag zum Umweltschutz und zur lokalen Biodiversität trägt mehr Natur auf betrieblichen Flächen zu einem positives Firmenimage bei, erhöht die Lebensqualität der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz sowie von Besuchern und Bewohnern in der Nachbarschaft und führt zu Kosteneinsparungen.
Ein naturnah gestaltetes Firmengelände wirkt als Aushängeschild, verhilft zu einem attraktiven Unternehmensauftritt und trägt zu einem positiven Image in der Öffentlichkeit bei. Als „grüne Visitenkarte“ lassen sich naturnah gestaltete Liegenschaften nach außen darstellen und kommunizieren konsistentes unternehmerisches Handeln, eine innovative Haltung und eine Unternehmenskultur, die Verantwortung übernimmt.
Zudem wirkt sich ein attraktiv gestaltetes Firmengelände positiv auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden aus, was wiederum zu einer Steigerung der Motivation und der Kreativität beiträgt. Beim Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg profitieren die Mitarbeitenden auch in der Mittagspause von dem attraktiven Betriebsgelände (siehe Praxisbeispiel).
Auch wirkt die Einbeziehung der Mitarbeitenden bei Planung und Gestaltung der Außenanlagen (etwa im Rahmen von gemeinsamen Pflanzaktionen) teambildend und fördert die Identifikation mit dem Unternehmen.
Anlage- und Unterhaltskosten für naturnah gestaltete Flächen sind häufig geringer als für gärtnerische Anlagen, da weniger gedüngt wird und weniger Pflegegänge erforderlich sind. Fassaden- und Dachbegrünungen senken zudem den Energieverbrauch für Kühlung und Heizung.
Über naturnah gestaltete Flächen auf dem Unternehmensgelände können Eingriffe, die etwa durch den Bau von Zufahrten oder Lager- und Produktionshallen entstehen, kompensiert werden. Sie können darüber hinaus auch als vorgezogene Maßnahmen für ein Ökokonto umgesetzt werden, um so künftige Eingriffe durch Unternehmenserweiterungen zu kompensieren.
Zusätzlich stellt die Förderung der biologischen Vielfalt am Unternehmensstandort eine sinnvolle Ergänzung des Umweltmanagements dar. Das europäische Umweltmanagementsystem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) weist explizit die biologische Vielfalt als einen Schlüsselbereich mit dem Kernindikator "Flächenverbrauch" aus.