Umweltpakt Bayern

Erfolge und Angebote

Abschluss des Umweltpakt-Projekts "Anspruchsgruppenanalyse und -dialog in der Praxis“

Die Erwartungen an Unternehmen werden heute immer größer. Dies betonte Umweltministerin Ulrike Scharf bei der Abschlussveranstaltung am 17.10.2016 in der IHK München. Bereits im Jahr 2014 hat eine Projektgruppe des Umweltpakts Bayern ein Online-Tool zur Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements für KMU entwickelt und erfolgreich etabliert. Im Zuge des Projekts wurde klar, wie wichtig dabei die Einbindung von Anspruchsgruppen wie Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und NGOs ist. Um diese Lücke zu schließen, erstellten 10 bayerische Betriebe zusammen mit externer Expertise praxisnahe Arbeitsmaterialien und Handlungshilfen für eine umfassende und einfach adaptierbare Anspruchsgruppenanalyse und -dialog.

BMW im Umweltpakt: 20 Jahre gemeinsam für mehr Klima- und Umweltschutz

In einem persönlichen Gespräch vereinbaren Umweltministerin Ulrike Scharf und Ursula Mathar, Leiterin Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der BMW Group, die Fortführung der bewährten Zusammenarbeit im Rahmen des Umweltpakts Bayern. Die BMW Group ist Gründungsmitglied des vor über 20 Jahren erstmals abgeschlossen Umweltpakts und bringt als bayerischer Vorreiter seitdem in jeden neuen Umweltpakt innovative Projekte zu nachhaltigem Wirtschaften in Bayern ein. Neben betrieblichen Umweltmaßnahmen sind dies insbesondere Projekte zu Klimaschutz und Elektromobilität. Neue Initiativen drehen sich um die Integration von Nachhaltigkeit in das Lieferkettenmanagement, sowie Biodiversitätsmanagement im Unternehmen.

Abschluss des Umweltpakt-Projekts "Nachhaltige Steuerkanzlei"

Die Ergebnisse des Umweltpakt-Projekts liegen vor und das Online-Handbuch „Nachhaltige Steuerkanzlei“ ist fertig gestellt. Die Gemeinnützige Bayerische Akademie für Umweltschutz, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung (AUGE) hat darin für den Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern (LSWB) u. a. spezielle Quick-Checks für Steuerkanzleien und Handlungsfelder zum Ressourcensparen erarbeitet. Darüber hinaus gibt das neue Handbuch Anregungen, wie sich das Thema überzeugend an Mandanten herantragen lässt. Steuerberater werden so zu Multiplikatoren für mehr betrieblichen Umweltschutz in Bayern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des LSWB unter http://nachhaltige-kanzlei.bayern/hp1/Startseite.htm .
27 Unternehmen haben bereits während der Projektphase erfolgreich eine QuB-Zertifizierung durchlaufen und erhielten im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz ihre Auszeichnung. Zugleich wurden Sie in den Umweltpakt Bayern aufgenommen.

20 Jahre Umweltpakt Bayern Historie

23.10.1995: Unterzeichnung des ersten „Umweltpakt Bayern – Miteinander die Umwelt schützen“ mit der Kooperation wird ein neues Instrument für mehr Umweltschutz geschaffen

Mit der Unterzeichnung des ersten Umweltpakts Bayern „Miteinander die Umwelt schützen“ am 23.10.1995 wurde deutschlandweit ein Meilenstein gesetzt. Eigenverantwortung, Freiwilligkeit, Kooperation und Vermeidung überzogener, bürokratischer Vorgaben zählen seit der Erstunterzeichnung zum Grundverständnis dieser Umweltpartnerschaft und haben wesentlich zu deren Erfolg beigetragen.

Der Umweltpakt hat zu einer spürbaren Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes geführt. Zunehmend mehr Unternehmen haben erkannt, dass umweltbewusstes Management nicht nur zu einer Verringerung nachteiliger Umweltauswirkungen führt, sondern auch Kostensenkungen bzw. Entlastungen für das Unternehmen bedeutet. Zum ersten Mal wurde in einer Vereinbarung die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft im betrieblichen Umweltschutz fixiert.

23.10.2000: Umweltpakt Bayern – Nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert

Mit der Vereinbarung vom 23.10.2000 „Umweltpakt Bayern – Nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert“ wurde der Umweltpakt partnerschaftlich substantiell weiterentwickelt. Zentrales Element waren die zum ersten Mal in einer Umweltvereinbarung festgelegten gemeinsamen Ziele für einen nachhaltigen Umweltschutz. Zusätzlich wurden Maßnahmen zu insgesamt elf wichtigen Handlungsbereichen und umweltrelevanten Fragestellungen vereinbart.

25.10.2005 „Umweltpakt Bayern – Umweltverträgliches Wirtschaftswachstum“

Mit der Fortführung vom 25.10.2005 „Umweltpakt Bayern – Umweltverträgliches Wirtschaftswachstum“ konnten sich erstmals auch nach der Unterzeichnung einzelne Unternehmen der Vereinbarung anschließen. Sie wurden als Teilnehmer am Umweltpakt aufgenommen und für ihre Umweltschutzleistungen mit einer Urkunde gewürdigt. Darüber hinaus wurde durch die Einrichtung gemeinsamer Arbeitsforen die kontinuierliche und institutionalisierte Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft weiter intensiviert.

18.11.2010: „Umweltpakt Bayern – Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz“

In der Vereinbarung vom 18.11.2010: „Umweltpakt Bayern – Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz“ wurden neue thematische Schwerpunkte wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Elektromobilität und sparsamer Umgang mit Ressourcen gesetzt und in 274 Einzelzusagen und -projekten konkretisiert. Zugleich wurde durch die Konzentration auf vier thematische Arbeitsforen die Gremienarbeit von Staat und Wirtschaft effektiver gestaltet.

Abschlussbericht Umweltpakt Bayern 2010 bis 2015 (PDF, 2,4MB)

23.10.2015: „Umweltpakt Bayern – Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken“

Mit dem am 23.10.2015 unterzeichneten aktuellen „Umweltpakt Bayern – Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken“ haben die Bayerische Staatsregierung und die bayerischen Wirtschaft neue Themenschwerpunkte und Projekte vereinbart und erstmals die Ständige Dialogplattform Verwaltungsvereinfachung eingerichtet. Neu ist außerdem z. B. ein Themenschwerpunkt zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

20 Jahre Umweltpakt Bayern Erfolge

Vertrauensverhältnis zwischen Staat und Wirtschaft

Die in den letzten 20 Jahren im Umweltpakt angelegte Kooperation hat das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft weiter verbessert und ein dauerhaft tragfähiges Vertrauen geschaffen. Diese Vertrauensbasis hat den Umweltpakt Bayern zu einem anerkannten umweltpolitischen Instrument gemacht, das viele Nachahmer in Deutschland, Europa und der Welt gefunden hat.

Neue Umweltpolitik

Der Umweltpakt Bayern hat darüber hinaus seit seiner Erstunterzeichnung im Jahr 1995 der umweltpolitischen Diskussion deutliche Impulse verliehen. Ökologie und Ökonomie werden nicht mehr als Gegensätze wahrgenommen. Inzwischen hat sich weitgehend die Auffassung durchgesetzt, dass Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit die Grundvoraussetzungen für dauerhaften Unternehmenserfolg sind. Auch durch die partnerschaftlichen Ansätze des Umweltpakts für mehr Umweltschutz konnten ordnungsrechtliche Zwangslösungen vermieden werden.

Viele Projekte

Eine Vielzahl von Zusagen aus dem Umweltpakt mit Modellcharakter oder deutlichen Verbesserungen für den Umweltbereich wurde im Rahmen der jeweils vereinbarten Laufzeit umgesetzt. Über 700 Projekte konnten in 20 Jahren Umweltpakt insgesamt gemeinsam realisiert werden.

Vielfältige Unterstützungsangebote

Das Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) bietet ein dauerhaftes Angebot und Unterstützung in Fachfragen des betrieblichen Umweltschutzes für umweltengagierte Unternehmen. Im Rahmen des Umweltpakts wurde eine ganze Reihe von Werkzeugen für die Umsetzung von betrieblichen Umweltmaßnahmen entwickelt, für die Nutzung gebündelt beim IZU zur Verfügung stehen (>> Hilfestellungen für Unternehmen).