Umweltpakt Bayern

Hilfestellungen für Unternehmen

Im Rahmen des Umweltpakts wurde eine ganze Reihe von Werkzeugen für die Umsetzung von betrieblichen Umweltmaßnahmen entwickelt. Diese Hilfsinstrumente sollen Unternehmen bei ihren Bemühungen um mehr Umweltschutz und nachhaltigeres Wirtschaften unterstützen. Hauptzielgruppe für diese Werkzeuge sind kleine und mittlere Unternehmen. Unternehmen können diese Hilfen kostenlos selbstständig nutzen und in ihren Betrieben damit arbeiten:

Erleichterungen für Unternehmen mit EMAS

Unternehmen, die Umweltmanagementsysteme nach der EU-EMAS-Verordnung (Eco Management and Audit Scheme) einführen, erbringen freiwillig und eigenverantwortlich Leistungen im betrieblichen Umweltschutz, die deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Sie

  • halten die einschlägigen Umweltvorschriften nachgewiesen ein,
  • haben sich zu angemessenen kontinuierlichen Verbesserungen des betrieblichen Umweltschutzes verpflichtet und
  • informieren mit ihrer Umwelterklärung die Öffentlichkeit.

Um die Bereitschaft der Unternehmen zur Einführung von EMAS, zu erhöhen, hat die Bayerische Staatsregierung im Rahmen des Umweltpakts Anreize für eine Teilnahme an EMAS geschaffen. EMAS-registrierten Unternehmen werden sowohl finanzielle Entlastungen als auch Erleichterungen beim Vollzug des Umweltrechts gewährt. Verschiedene Maßnahmen konnten in Umsetzung dieser Zusagen bereits verwirklicht werden: Neben den Erleichterungen im Verwaltungsvollzug sind hier insbesondere die

  • 30 % Gebührenreduzierung im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren, die
  • 50 % Ermäßigung bei den Wassernutzungsentgelten und die um
  • 50 % reduzierten Abfallgebühren für die Bestätigung von Entsorgungs- und Sammelentsorgungsnachweisen im Grundverfahren
zu nennen sowie die Verminderung der Gebühren bei der Abwasseranlagenüberwachung nach BayWG.

Förderfibel Umweltschutz

Um Unternehmen die Finanzierung von Umweltmaßnahmen zu erleichtern wurde 2004 als Projekt im Rahmen des Umweltpakts die Förderfibel Umweltschutz veröffentlicht. Mittlerweile wurde sie zu einem Online-Angebot barrierefrei mit erweiterten Funktionen weiterentwickelt und wird laufend vom Redaktionsteam des Infozentrums UmweltWirtschaft (IZU) aktualisiert. Die Förderfibel enthält außerdem allgemeine Tipps zur Erlangung von Fördermitteln, einen Überblick über alle in der Förderfibel enthaltenen Programme, Details zu Förderhöhe, Antragstellung, Verwendungszweck und Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Programmen sowie weiterführende Informationen durch die direkte Verknüpfung zu Antragsformularen und Fördermittelgebern.

BUMAP (Bayerisches Umweltmanagement- und Auditprogramm)

Der systematische Umweltschutz bayerischer Betriebe – Umweltmanagementsysteme – und kontinuierliche Verbesserungen der betrieblichen Umweltleistungen stehen im Zentrum des Umweltpakts Bayern. Der Freistaat Bayern fördert bayerische Unternehmen finanziell bei der Inanspruchnahme von Beratungsdiensten zur Einführung von umweltorientierten Managementstandards. Hierzu zählen EMAS, ISO 14001, QuB und ÖKOPROFIT.

Projektförderung

Im Rahmen des Umweltpakts wurden in Zusammenarbeit mit den bayerischen Handwerkskammern z. B. folgende Projekte gefördert:

  • Steigerung der Ressourceneffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen im Handwerk
  • ecoCheck für Existenzgründer
  • Energetische Modernisierung zum Passivhaus
  • Erweiterung des QuB um Elemente des Energiemanagements
  • Entwicklung eines Beratungsmodells zur Nachhaltigkeitsberatung in Handwerksunternehmen

Das Online-Handbuch „Nachhaltige Steuerkanzlei“ der gemeinnützigen Bayerischen Akademie für Umweltschutz, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung (AUGE) stellt dar, wie Steuerkanzleien nachhaltig und umweltfreundlich geführt werden können. Wichtiges Ziel dieses Pilotprojekts ist es außerdem, dass Steuerberater ihren Mandanten Tipps für mehr betrieblichen Umweltschutz geben können und somit mittelbar für eine enorme Verbreitung des Umweltengagements von Unternehmen in Bayern sorgen.

Umweltpakt-Teilnehmer, die Interesse an einer möglichen Förderung ihrer innovativen Ideen aus dem Bereich des betrieblichen Umweltschutzes haben, und die bereit sind, ihre Projektergebnisse zu veröffentlichen, wenden sich als erste Anlaufstelle an die Geschäftsstelle Umweltpakt Bayern.