Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Umweltprogramm - Allgemeine Umweltschutzmaßnahmen
KfW-Programme (240, 241)

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel und sonstiges Dienstleistungsgewerbe), die sich mehrheitlich im Privatbesitz befinden, sowie freiberuflich Tätige. Kooperations- und Betreibermodelle zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben (Public Privat Partnership-Modelle) können nur für allgemeine Umweltschutzmaßnahmen gemäß Programmteil A Anträge stellen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind im Programmteil B antragsberechtigt.

Verwendungszweck

Gefördert werden alle Investitionen in Deutschland, die dazu beitragen, die Umweltsituation wesentlich zu verbessern. Dazu zählen Maßnahmen

  • zur Verminderung oder Vermeidung von Luftverschmutzungen einschließlich Geruchsemissionen, Lärm und Erschütterungen
  • zur Anschaffung von gewerblich genutzten Fahrzeugen mit Elektroantrieb sowie Hybridfahrzeugen mit bivalentem Antrieb (Elektro/Benzin bzw. Elektro/Diesel) und Brennstoffzellenfahrzeuge, sofern deren CO2-Emissionen 50 g pro Kilometer nicht übersteigen oder deren elektrische Reichweite mindestens 40 km beträgt,
  • zur Anschaffung emissionsarmer (auch biomethan- oder erdgasbetriebener) gewerblich genutzter leichter Fahrzeuge der Klassen N1 (Gruppen II und III) und N2 mit einer Bezugsmasse von bis zu 2.840 kg, die unter die Verordnung (EG) Nr. 715/2007 fallen und den Abgasstandard Euro 6 erfüllen,
  • zur Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Betankungsanlagen für Wasserstoff,
  • zur Verbesserung der Abwasserreinigung
  • zur Abwasserverminderung und -vermeidung
  • zur Abfallvermeidung und -behandlung
  • zur effizienten Energieerzeugung und -verwendung
  • zum Boden- und Grundwasserschutz
  • zur Altlasten- bzw. Flächensanierung
  • Einrichtung und Ausbau von Verkaufsräumen und -gebäuden im Einzelhandel.

In Verbindung mit einer förderungswürdigen betrieblichen Umweltschutzinvestition können Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung gefördert werden.

Antragstellung

Die Antragsformulare liegen den Kreditinstituten vor oder können unter dem Link der KfW online ausgefüllt werden. Als Programmnummer ist 240/241 anzugeben.

Art und Höhe der Förderung

Der Kredithöchstbetrag beträgt in der Regel bis zu 10 Mio. € pro Vorhaben. Diese Kreditobergrenze kann mit Zustimmung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit überschritten werden.

Hinweise

  • Änderungen zum 30.08.2017: Kooperations- und Betreibermodelle zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben (Public Privat Partnership-Modelle) sind nicht mehr antragsberechtigt. Die förderfähigen Vorhaben werden präzisiert.
  • Der Erwerb von emissionsarmen (auch biomethan- oder erdgasbetriebenen) leichten Fahrzeugen der Klassen N1 (Gruppen II und III) und N2 wird seit dem 01. September 2016 nicht mehr gefördert.
  • Die Angaben zur Antragsberechtigung, zum Verwendungszweck und zur Einhaltung der beihilferechtlichen Vorgaben der EU-Kommission sind subventionserheblich im Sinne von § 264 des Strafgesetzbuches in Verbindung mit § 2 des Subventionsgesetzes.
  • Sofern eine Beihilfe nach der AGVO beantragt wird, sind darüber hinaus Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der AGVO von einer Förderung ausgeschlossen.
  • Investitionen mit Schwerpunkt im Bereich der Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien werden in den Programmfamilien KfW-Energieeffizienzprogramm und KfW-Programm Erneuerbare Energien gefördert.

Mehrfachförderung

Die Kombination eines Kredites aus dem KfW-Umweltprogramm mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist grundsätzlich im Rahmen der jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt. Die beihilferechtlichen Kumulierungsbestimmungen sind hierbei zu beachten (siehe "Allgemeines Merkblatt zu Beihilfen", Bestellnummer 600 000 0065).

Weitere Informationen im Internet

Kontaktadressen

KfW

Palmengartenstraße 5 - 9
60325 Frankfurt am Main

Telefon +49 (0) 69 74 31 - 0
Fax +49 (0) 69 74 31 - 29 44