Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien und der Vermeidung von Kohlendioxidemissionen durch Biomasseheizwerke - BioKlima

Letzte Aktualisierung: 11.08.2022

Antragsberechtigte

Natürliche Personen, juristische Personen des Privatrechts, Personengesellschaften, kirchliche Einrichtungen und juristische Personen des öffentlichen Rechts der mittelbaren Landes- und Bundesverwaltung mit eigener Rechtsträgerschaft (insbesondere kommunale Gebietskörperschaften, Anstalten, Stiftungen, Kammern).

 

Verwendungszweck

Gefördert werden

  • Investitionen in neue, umweltschonende Biomasseheizwerke zur effizienten energetischen Nutzung fester Biomasse mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 60 Kilowatt, 
  • Investitionen in neue, umweltschonende Biomasseheizsysteme mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 60 Kilowatt, deren Wärme in ein Wärmenetz eingespeist wird, in das auch Abwärme und/oder Solarenergie eingespeist wird. Der Anteil der Abwärme bzw. solarer Wärme am Jahres-Wärmeenergiebedarf muss mindestens zehn Prozent betragen.

Die geförderte Anlage muss innerhalb Bayerns errichtet werden. 

 

Nicht gefördert werden

  • Hersteller von Biomassefeuerungsanlagen und Hersteller von Anlagenkomponenten hierfür
  • Unternehmen in Schwierigkeiten und Beihilfeempfänger, die in der Vergangenheit einer Rückforderungsanordnung nicht Folge geleistet habe
  • Einrichtungen des Freistaates Bayern und des Bundes

 

Antragstellung

Antragsformulare sind bei der u.g. genannten Bewilligungsbehörde Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) erhältlich und einzureichen. 

  • Vor Antragstellung ist eine Projektbesprechung (Online-Besprechung) mit dem TFZ erforderlich.
  • Mit dem Vorhaben darf vor Bewilligung nicht begonnen werden (als Vorhabenbeginn gilt bereits der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrages).
  • Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.

Art und Höhe der Förderung

Die Zuwendung beträgt zwischen 30 % und 40 % der zuwendungsfähigen Kosten (Investitionsmehrkosten Biomasseheizwerk gegenüber einer leistungsgleichen fossilen Energieerzeugungsanlage)

  • Die Förderobergrenzen für Zuschüsse nach dieser Richtlinie betragen zwischen 250.000 € und 300.000 € (abhängig von der beantragten Maßnahme)
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Vorhaben, bei denen der Förderbetrag von 5.000 € nicht erreicht wird (Bagatellgrenze).
  • Die Förderung erfolgt im Rahmen der allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO).

Hinweise

Meldung vom 01. August 2022 (TAZ):

Aufgrund der großen Nachfrage im Förderprogramm BioKlima können bis auf Weiteres keine Projektbesprechungen mehr angeboten werden. Darüber hinaus können Zuwendungsanträge für Projekte, zu denen bereits eine Projektbesprechung durchgeführt wurde, in vollständigem Umfang nur noch bis zum 12. August 2022 eingereicht werden.

 

 

Mehrfachförderung

Eine Kumulierung mit anderen Fördermitteln für denselben Förderzweck ist zulässig, wenn die Beihilfeintensität kumuliert höchstens 45 Prozent, bei mittleren Unternehmen 55 Prozent, bei kleinen Unternehmen 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten beträgt (vgl. Art. 41 Abs. 7 und 8 AGVO). Für den Fall, dass diese Höchstgrenzen überschritten würden, werden die Zuwendungen nach diesen Richtlinien auf die vorstehenden Förderhöchstgrenzen gekürzt.

Befristung

Die Richtlinie tritt am 10. März 2022 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2024 außer Kraft.

 

Kontaktadressen

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi)

Prinzregentenstraße 28
80538 München

Telefon +49 (0) 89-2162-0
Fax +49 (0) 89-2162-2760

Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe

Schulgasse 18
94315 Straubing

Telefon +49 (0) 9421-300-210
Fax +49 (0) 9421-300-211