Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Umweltinnovationsprogramm (UIP)
(BMUB-Programm zur Förderung von Demonstrationsvorhaben - Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen, KfW-Programm 230)

Letzte Aktualisierung: 17.07.2020

Antragsberechtigte

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie sonstige natürliche und juristische Personen des privaten Rechts und Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund,
  • weiterhin Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Eigengesellschaften kommunaler Gebietskörperschaften.

Verwendungszweck

Gefördert werden im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des BMU Demonstrationsvorhaben in großtechnischem Maßstab, die aufzeigen, in welcher Weise fortschrittliche Verfahren und Verfahrenskombinationen zur Verminderung von Umweltbelastungen verwirklicht sowie umweltverträgliche Produkte und umweltschonende Substitutionsstoffe hergestellt und angewandt werden können. Betroffen sind die Bereiche:

  • Abwasserreinigung/Wasserbau,
  • Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung,
  • Sanierung von Altablagerungen,
  • Bodenschutz,
  • Luftreinhaltung (einschließlich Maßnahmen zur Reduzierung von Gerüchen),
  • Minderung von Lärm und Erschütterungen,
  • Energieeinsparung, rationelle Energieverwendung und Nutzung erneuerbarer Energien,
  • umweltfreundliche Energieversorgung und –verteilung,
  • Vermeidung von Störfällen.

Es müssen Verfahren zur Anwendung kommen, die den Stand der Technik in der Bundesrepublik Deutschland voranbringen, z.B. über die in Rechtsvorschriften festgelegten Umweltschutzanforderungen hinausgehen. Das Verfahren muss erstmals in dieser Form, zumindest aber erstmals für den/die spezifischen Schadstoff/e angewendet werden. Förderfähig sind auch neuartige Kombinationen von schon erprobten Einzeltechniken. Besonders förderungswürdig sind Produktionsverfahren mit integrierten Techniken zur Umweltentlastung. Gefördert wird die großtechnische Umsetzung von bislang nur in kleinem Maßstab eingesetzter Verfahren oder Neuentwicklungen, die zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen führen. Förderfähig sind bauliche und maschinelle Investitionen, die Kosten der Inbetriebnahme der Anlage sowie Messungen zur Erfolgskontrolle.

Antragstellung

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie sonstige natürliche und juristische Personen des privaten Rechts stellen ihren Antrag über eine Hausbank an die KfW. Kommunen, kommunale Unternehmen, Zweckverbände und sonstige Anstalten des öffentlichen Rechts reichen ihren Antrag direkt bei der KfW ein. Ab dem 15.11.2005 können Unternehmen, die sich überwiegend in kommunalem Eigentum befinden, die Anträge nur noch über die Hausbank stellen. Es wird empfohlen, vor Antragstellung eine formlose Projektskizze zur fachlichen Vorprüfung bei der KfW einzureichen.

Das Antragsformular kann bei der KfW bestellt werden: bestellservice@kfw.de

Im Antrag ist zu begründen, warum das Vorhaben einen Demonstrationscharakter hat und welche Umweltschutzwirkungen durch die geplante Investition erreicht werden sollen.

Art und Höhe der Förderung

  • KfW-Darlehen mit Zinszuschuss des BMU bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, ohne Höchstbetrag Der Zinssatz des Darlehens wird aus Mitteln des BMU um i.d.R. 5 %-Punkte p.a. über 5 Jahre verbilligt.
  • Investitionszuschuss: Der Finanzierungsanteil beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten. Es ist stets zu begründen, warum eine Zinszuschussgewährung für diese Vorhaben nicht ausreicht.

Hinweise

Durch die neue Richtlinie zur Förderung von Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsprojekten mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität im Industriesektor (Förderrichtlinie zur Dekarbonisierung in der Industrie) vom 16. Dezember 2020, können ab 01. Januar 2021 Förderungen über das Förderprogramm "Dekarbonisierung in der Industrie" über das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) beantragt weden. 

Vorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden bevorzugt gefördert.

Mit dem Vorhaben darf nicht vor der Förderzusage begonnen werden. Die Bereitstellungsprovision für das Darlehen beträgt 0,25% pro angefangenem Monat, sofern die Darlehen nicht zu den im Finanzbedarfsplan des Antragstellers verbindlich festgelegten Zeitpunkten bei der Deutschen Ausgleichsbank abgerufen werden.

Es gibt auch Unterprogramme zu diesem Programm, z.B. greenIT oder Dekarbonisierung der Industrie.

Mehrfachförderung

Grundsätzlich ist eine Aufstockung durch ein weiteres Darlehen aus dem ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm bzw. dem Programm Kommunal Investieren möglich.

Sicherung

Die Darlehen sind nach bankmäßigen Grundsätzen abzusichern. Sie werden von der Hausbank ausgegeben. Unternehmen in den neuen Bundesländern und Berlin Ost können eine 50 %-ige Haftungsfreistellung der Hausbank für max. 20 Jahre und max. 2 Mio Euro Kreditsumme beantragen. Dafür wird ein Zinsaufschlag von 0,90 % berechnet.

Befristung

keine

Weitere Informationen im Internet

Weitere Informationen finden Sie auf den Internet-Seiten der KfW- Bankengruppe:

Kontaktadressen

KfW

Palmengartenstraße 5 - 9
60325 Frankfurt am Main

Telefon +49 (0) 69 74 31 - 0
Fax +49 (0) 69 74 31 - 29 44