Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Nutzung und Bau von Demonstrationsanlagen für die industrielle Bioökonomie Programm des BMWK

Letzte Aktualisierung: 07.07.2022

Antragsberechtigte

Antragsberechtig sind:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft inklusive Startups,
  • mittelständische Unternehmen mit maximal 1.000 Beschäftigten,
  • in Ausnahmefällen und abhängig vom Baustein auch Großunternehmen,
  • im Baustein C auch Managementeinrichtungen,
  • in allen Bausteinen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Deutschland als Teil eines Konsortiums mit Industriebeteiligung.

Die Förderung wird an drei Handlungsoptionen angesetzt: 

  • Baustein A: Start-ups, Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten und in Ausnahmefällen auch Großunternehmen können Multi-Purpose-Anlagen in Deutschland sowie in Europa zur Erprobung und Weiterentwicklung eigener Verfahren der industriellen Bioökonomie nutzen.
  • Baustein B: vorbereitende Tätigkeiten sowie Durchführbarkeitsstudien zum Errichten von Single-Use-Demonstrationsanlagen. Gefördert werden dabei auch notwendige Genehmigungsverfahren, die Konkretisierung des Geschäftsmodells, eine Marktanalyse und die Cashflow-Planung für Single-Use-Anlagen,
  • Baustein C: Die biobasierten Produkte oder Verfahren werden in industrielle Wertschöpfungsnetze integriert beispielsweise in einer sogenannten Beispielregion der industriellen Bioökonomie. Gefördert werden Durchführbarkeitsstudien, Beratungsdienste als Modellvorhaben, Transfer und experimentelle Entwicklungen sowie die Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen.

Verwendungszweck

Die Bioökonomie nutzt Game-Changer-Technologien, die eine Steigerung des Wachstums und der industriellen Wettbewerbsfähigkeit ebenso in den Fokus nehmen wie eine Sicherung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Dies wurde sowohl im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode als auch in der Industriestrategie 2030 und der Nationalen Bioökonomiestrategie verankert.

Die Bioökonomie ermöglicht vollkommen neue Produkte und Produktionsverfahren, die auf der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen, der Substitution von fossilen durch biologische Rohstoffe sowie der Nutzung von Abfällen basieren, einen Beitrag zu einer zirkulären Bioökonomie leisten und Treiber für eine geschlossene sowie klimaschonende Kreislaufwirtschaft sein werden. Die Entwicklungen in der Bioökonomie werden den industriellen Strukturwandel prägen und neu ausrichten. Es werden neue industrielle Wertschöpfungsnetze entstehen.

Antragstellung

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Das Verfahren beginnt in der ersten Stufe mit der Skizzenvorlage. Wird eine Skizze als förderfähig bewertet, erfolgt unter der Voraussetzung ausreichender Haushaltsmittel eine Empfehlung zur Antragstellung. Die Vorlage von Projektskizzen ist jeweils zum 1. März und zum 30. Juni eines Jahres möglich. 

Mit Eingang vollständiger Antragsunterlagen setzt sich das Antragsverfahren in der zweiten Stufe fort und endet in der Regel mit einer Bewilligung oder Ablehnung der förmlichen Anträge durch das BMWi. Skizzen und/oder Förderanträge können verfahrensbeendend jederzeit zurückgezogen werden.

Die Antragstellung erfolgt über den Projektträger:

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektträger Industrielle Bioökonomie
Steinplatz 1
10623 Berlin

Tel: 030 310078314
E-Mail: Industrielle-Biooekonomie@vdivde-it.de

Art und Höhe der Förderung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung auf Ausgaben – oder Kostenbasis als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. 

Eine Einzelförderung pro Unternehmen und Vorhaben ist auf maximal 2 Millionen Euro begrenzt.

Befristung

Derzeit bis zum 30.06.2024 befristet.

Kontaktadressen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Telefon +49 (0) 1888-615-0
Fax +49 (0) 1888-615-7010