Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

BayBioökonomie-Scale-Up Investitionsförderung für Scale-Up-Anlagen im Rahmen der bayerischen Bioökonomiestrategie

Letzte Aktualisierung: 21.10.2022

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Bewilligung ihren Sitz, eine Niederlassung oder eine Betriebsstätte im Freistaat Bayern haben, in der die geförderte Maßnahme auch zum Einsatz kommt.

Verwendungszweck

Um die Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 zu erreichen, ist der Aufbau einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft, der Bioökonomie, unabdingbar. Eines der Ziele der Bioökonomiestrategie Zukunft.Bioökonomie.Bayern ist die Umstellung industrieller Produktionsverfahren auf die Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Innovative, nachhaltige und kreislauffähige Produkte und Verfahren der industriellen Bioökonomie mit hoher Wertschöpfung und einem deutlich positiven Klimaeffekt setzen in vielen Fällen erhebliche Investitionen in neuartige Produktionsanlagen voraus.

Die Förderung von Scale-Up-Anlagen zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe soll die wirtschaftlichen Nachteile der Bioökonomie im Wettbewerb mit erdölbasierten Verfahren verringern und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen erhöhen. Die Anlagen sollen bereits im größeren Maßstab erprobt sein (ab Technologie-Reifegrad TRL 8). Die Investitionen sollen neue Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze generieren und die Wertschöpfung im ländlichen Raum stärken.

 

Antragstellung

Die Antragstellun erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. 

Skizzen können grundsätzlich nur während eines geöffneten Förderaufrufes eingereicht werden. 

Stufe 1 – Skizzenphase: Bis zum 1. April und 1. Oktober eines Jahres sind Projektskizzen einzureichen, die anschließend bewertet werden (vgl. Nr. 7.1.2 der Richtlinie). 

Stufe 2 – Antragsphase: Für die ausgewählten Antragsskizzen erfolgt die Aufforderung, förmliche Förderanträge zu stellen. Beginnend mit dem 1. Juni 2022 sind Einreichungen von Förderanträgen jeweils zum 1. Juni und 1. Dezember eines Jahres möglich.

1. Förderaufruf:

Antragsskizzen zum Thema innovative Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen können bis zum 01. April 2022 eingereicht werden. 

2. Förderaufruf:

Antragsskizzen können bis zum 10. November 2022 eingereicht werden. 

Art und Höhe der Förderung

Förderung nach Nummer 2.1 der Richtlinie: Investitionen in Produktionsanlagen zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe (z. B. Bioraffinerien, Bioproduktewerke) mit positivem Klimaeffekt, die als innovative Projekte Leuchtturmcharakter aufweisen.

  • Förderung bis zu 10 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei mittleren Unternehmen und 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei kleinen Unternehmen möglich (vgl. Nr. 5.3.1 der Richtlinie).

Förderung nach Nummer 2.2 der Richtlinie: Investitionshilfe für große Unternehmen oder alternative Förderung: 

  • Förderung  bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Zuwendung (Beihilfeintensität) erhöht sich bei mittleren Unternehmen um bis zu 10 Prozent und bei kleinen Unternehmen um bis zu 20 Prozent (vgl. Nr. 5.3.2 der Richtlinie).

Keine Zuwendung kann gewährt werden, wenn die zuwendungsfähigen Ausgaben unter 250 000 Euro liegen. 

Hinweise

Mit Bekanntmachung vom 08. September 2022 wurde die Richtlinie zum Förderprogramm geändert. Die Änderung tritt am 22. September 2022 in Kraft. Die Änderungen betreffen den Nachweis der Nachhaltigkeit (Nr. 4.4), die zuwendungsfähigen Ausgaben (Nr. 5.2.2) und das Verfahren (Nrn. 7.1.2, 7.1.3 und 7.4). 

Mehrfachförderung

Eine Mehrfachförderung ist ausgeschlossen. 

Befristung

Das Förderprogramm tritt am 13. Januar 2022 in Kraft und mit Ablauf des 30. Juni 2024 außer Kraft.