Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen – AnpaSo Ein Programm des BMUV

Letzte Aktualisierung: 04.08.2022

Antragsberechtigte

Antragsberechtig sind:

  • soziale Einrichtungen in kommunaler, kirchlicher oder freier Trägerschaft, deren Träger und deren Spitzenverbände
  • Verbände auf Landes-, Bezirks- oder Kreisebene
  • weitere gemeinnützige juristische Personen mit Schwerpunkt der sozialen Arbeit und der Wohlfahrtspflege mit überwiegender Aktivität in Deutschland

Verwendungszweck

Soziale Einrichtungen sollen darin unterstützt werden, akute klimatische Belastungen abzumildern und umfassende Vorbereitungen zur Reduktion zukünftiger klimatischer Belastungen vorzunehmen. 

Die Förderung sozialer Einrichtungen im Rahmen dieser Förderrichtlinie umfasst die folgenden Förderschwerpunkte (FSP) mit Fokus auf Klimaanpassung:

  • FSP 1: Beratung und Erstellung von Konzepten zur Anpassung an den Klimawandel in sozialen Einrichtungen
  • FSP 2: Investive Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in sozialen Einrichtungen

o   Maßnahmen am Gebäude, z.B. Maßnahmen zur Verschattung am Gebäude, beispielsweise durch Installation von Jalousien, Markisen, Roll- und Fensterläden sowie statischem Sonnenschutz, Einbau von Fenstern mit Sonnen- und Wärmeschutzverglasung, Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung am Gebäude

o   Maßnahmen im Gebäude, z.B. Anlagen zur passiven Raumkühlung, Errichtung von Cooling Centres für vulnerable Personengruppen

o   Maßnahmen im Umfeld des Gebäudes, z.B. Maßnahmen zur Straßen- und Hofbegrünung, (Teil-)Entsiegelung von Flächen, Schaffung klimaangepasster Multifunktionsflächen, beispielsweise durch Anlage von Wasserspielplätzen

  • FSP 3: Kampagnen und Weiterbildungsprogramme zur Sensibilisierung für den Umgang mit klimabedingten Belastungen im Bereich der Sozial- und Bildungsarbeit.

Es können gleichzeitig mehrere Förderschwerpunkte beantragt werden. 

Antragstellung

Das Bundesumweltministerium (Zuwendungsgeber) hat die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH (Projektträgerin) mit der Abwicklung der Fördermaßnahme beauftragt. Alle für die Durchführung und Abwicklung des Vorhabens betreffenden Vorgänge müssen somit der Projektträgerin zur Verfügung gestellt werden.

Den Link hierzu finden Sie unten.

Art und Höhe der Förderung

Die Zuwendungen zur Projektförderung werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Die Finanzierung erfolgt bei Projekten auf Kostenbasis in der Regel als Anteilfinanzierung und bei Projekten auf Ausgabenbasis in der Regel als Fehlbedarfsfinanzierung. 

Hinweise

  • Das erste Förderfenster ist geschlossen. Ein zweites Förderfenster kann voraussichtlich im Frühjahr 2022 geöffnet werden. Interessierte können sich über den untenstehenden Link registrieren, um rechtzeitig über den Beginn des zweiten Antragsfensters und die Konditionen informiert zu werden.
  • Im Rahmen dieser Richtlinie geförderte Vorhaben müssen bis spätestens sechs Monate vor Ende der Geltungsdauer der Förderrichtlinie abgeschlossen sein, d. h. zum 01.07.2023.
  • Die Antragsteller müssen über eine ausreichende personelle sowie finanzielle Kapazität zur Durchführung des Vorhabens verfügen. Die Finanzierung des gesamten Vorhabens muss sichergestellt sein. Drittmittel oder Förderungen Dritter (z. B. Zuschussförderungen und Förderkredite), die zur Finanzierung des Vorhabens ergänzend herangezogen werden, müssen ausgewiesen werden.
  • Die Antragsteller müssen in der Lage sein, die geförderten Maßnahmen und Anlagen während der Dauer der Zweckbindungsfrist zu warten und zu pflegen. Die Pflege und Wartungskosten nach Abschluss des Vorhabens sind durch die Zuwendungsempfänger zu tragen.
  • Zuwendungen zur Projektförderung dürfen nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung des Vorhabens zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags.
  • Neubauprojekte sind generell nicht förderfähig. Auch Mehrkosten für die klimaangepasste Gestaltung von Neubauten können nicht gefördert werden.

Befristung

Diese Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2023. 

Kontaktadressen

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Stresemannstraße 128 - 130
10117 Berlin

Telefon +49 030 18 305-0
Fax +49 0228 99 305-3225

Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Köthener Straße 4
10963 Berlin

Telefon +49 30 700 181 100
Fax k.A.