Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)
Programm des BMWi und der BAFA

Letzte Aktualisierung: 20.04.2020

Antragsberechtigte

Die Energieberatung wendet sich grundsätzlich an Gebäudeeigentümer (natürliche Personen, rechtlich selbstständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs, juristische Personen und sonstige Einrichtungen, sofern diese gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen). Antragsberechtigt sind allerdings nicht die Gebäudeeigentümer selbst, sondern stattdessen die Berater.

Verwendungszweck

Um Energieeinsparinvestitionen im Gebäudebereich zu fördern, werden ingenieurmäßige Vor-Ort-Beratungen unterstützt, die sich umfassend auf den baulichen Wärmeschutz sowie die Wärmeerzeugung und -verteilung beziehen, unter Einschluss der Warmwasserbereitung und der Nutzung erneuerbarer Energien.

Antragstellung

Zwischen Beratungsempfänger und Berater ist ein Beratungsvertrag zu schließen. Der Berater reicht den Antrag auf einen Zuschuss für eine Förderung vor der Erarbeitung und Erstellung des Beratungsberichts beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein. Dem Antrag ist der Beratungsvertrag sowie eine Erklärung des Beratungsempfängers beizufügen.

Art und Höhe der Förderung

  • Die Förderung erfolgt durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss zu den in Rechnung gestellten Ausgaben für die Beratung.
  • Vom Beratungsempfänger ist jeweils ein Eigenanteil in Höhe der Differenz zwischen den sich ergebenden zuwendungsfähigen Ausgaben und dem jeweiligen Bundesanteil von mindestens 10 % zu tragen.
  • Maximal ist eine Förderung von 80 % des förderfähigen Beratungshonorars mit einem Höchstsatz von 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.700 Euro für Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten möglich.

Hinweise

  • Die Baugenehmigung des Gebäudes muss vor dem 31. Januar 2002 erteilt worden sein. Die Gebäudehülle darf aufgrund späterer Baugenehmigungen nicht zu mehr als 50 % verändert worden sein. Mehr als die Hälfte der Gebäudefläche muss zu Wohnzwecken ständig genutzt werden.
  • Die bewilligte Energieberatung für Wohngebäude muss spätestens neun Monate nach Zugang des Zuwendungsbescheids beendet sein (Bewilligungszeitraum).
  • Ab dem 01. Dezember 2017 kann die energetische Beratung in Wohngebäuden von einem größeren Kreis qualifizierter Energieberater durchgeführt werden, u. a. auch von Handwerkern.
  • Das BAFA weist in einem Rundschreiben darauf hin, dass im Zuge der Beschränkungen durch die Covid19-Pandemie geförderte Energieberatungen erleichtert in Anspruch genommen werden können. So sind z.B. Zuschusszahlungen unmittelbar an das Beratungsunternehmen möglich und der Bewilligungszeitraum wie auch die Frist für die Vorlage der Verwendungsnachweisunterlagen kann bis auf Weiteres ohne Angabe von Gründen unbürokratisch verlängert werden.

Mehrfachförderung

Die Energieberatung kann zusätzlich durch Kommunen oder Bundesländer gefördert werden.

Befristung

 

Die Richtlinie tritt am 01. Dezember 2017 in Kraft und ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

Weitere Informationen im Internet

Weitere Informationen finden Sie auf den Internet-Seiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle:

Kontaktadressen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn

Telefon +49 (0) 6196-908-0
Fax +49 (0) 6196-908-800
E-Mail k.A.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Telefon +49 (0) 1888-615-0
Fax +49 (0) 1888-615-7010