Förderfibel Umweltschutz und Energie

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Förderfibel Umweltschutz und Energie

Demonstrationsvorhaben zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe

Letzte Aktualisierung: 25.05.2021

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind gewerbliche Unternehmen, natürliche und juristische Personen des Privatrechts, Stiftungen, Gemeinden, Kreise, Gemeindeverbände, Zweckverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, kirchliche Einrichtungen, Eigenbetriebe, kommunaler Gebietskörperschaften sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Verwendungszweck

Gefördert werden Demonstrationsvorhaben zur energetischen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft. Förderfähig sind Anlagen und Verfahren, die dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen oder eine neuartige Verfahrenskombination im gewählten Anwendungsbereich darstellen. Weitere Voraussetzung ist, dass hierbei nicht Entsorgungsaspekte im Vordergrund stehen sondern die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen und Biomassen. Der gleichzeitige Einsatz von land- und forstwirtschaftsfremder Biomasse ist zulässig, sofern der Anteil, der in der Anlage mit dem Verfahren produzierten Energie zu nicht mehr als 49 % aus diesen Materialien erzeugt wird.

Antragstellung

Interessenten werden gebeten, aussagekräftige Projektskizzen bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) vorzulegen.

Art und Höhe der Förderung

Investitionsbeihilfen:
Gefördert werden bis zu 40 % der förderfähigen Investitionsmehrkosten. Zuschläge von 5 bis 10% können gewährt werden sofern das Projekt z. B. geltende Gemeinschaftsnormen übertrifft oder ganze Gemeinschaften bzw. Gebiete mit Energie autark versorgt. Ist eine Realisierung des Vorhabens unerlässlich, so besteht die Möglichkeit einer 100 % Förderung der Investitionsmehrkosten.

Betriebsbeihilfen:
Die Förderung erfolgt zur Deckung der Mehrkosten bzw. Differenzkosten, die bei der Energieerzeugung, sofern diese nach dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) mit Biomasse durchgeführt wird, entstehen. Über einen Zeitraum von 5 Jahren erfolgt die Zuwendung in Form eines festen Betrages - der 50 % der Mehrkosten pro Energieeinheit (MWh) entspricht. Beihilfen werden für die Mehrkosten bei der Erzeugung elektrischer Energie, thermischer Energie (Wärme, Kälte, Prozessdampf u. ä.) und bei der Produktion von Sekundärenergieträgern (Kraftstoffe, Pflanzenöle, Ethanol u. ä.) gewährt. Die Summe der Beihilfen darf den Wert der Anlage nicht überschreiten. Eine 100 % Förderung ist in Ausnahmefällen möglich. Kriterien hierfür gibt die Randnummer 59 des Gemeinschaftsrahmens für staatliche Umweltschutzbeihilfen.

Hinweise

  • Bedingung für eine Förderung ist, dass die Anlage ihren Standort in der Bundesrepublik Deutschland aufweist.
  • Es kann nur eine Betriebsbeihilfe für die Produktion oder eine Investition gefördert werden.
  • Der Antragsteller muss eine begleitende Forschung seitens des BMELV und FNR sowie die Bekanntgabe des geförderten Vorhabens zulassen.
  • Der Anlagenbetreiber hat alle Stoff- und Energiebilanzen der Anlage sowie Einnahmen und Ausgaben zum 15. Januar eines Kalenderjahres nachzuweisen. Anhand der Angaben überprüft die Bewilligungsbehörde jährlich die Berechtigung der Betriebsbeihilfen und deren Höhe.

Mehrfachförderung

Eine Kumulation ist nicht möglich, eine Ausnahme bildet hier die Vergütung nach dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG). Die Förderung gilt in diesem Zusammenhang nicht als Beihilfe, wird aber doch bei der Bestimmung des Beihilfebetrags herangezogen.

Befristung

Derzeit bis 31.12.2022 befristet.

 

Weitere Informationen im Internet

Informationsstelle ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Antragsstelle ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

Kontaktadressen

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Rochusstr.1
53123 Bonn

Telefon +49 (0) 228-529-0
Fax +49 (0) 228-529-4262

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Hofplatz 1
18276 Gülzow

Telefon +49 (0) 3843-6930-0
Fax +49 (0) 3843-6930-102