2. Externe Kommunikation
Transparente Klimakommunikation nach außen
Vier Gründe, weshalb Sie Ihr Engagement nach außen kommunizieren sollten:
- Wettbewerbsvorteil: Durch Ihr Engagement geben Sie Ihren Zielgruppen einen wichtigen Grund, sich für Sie zu entscheiden.
- Positives Image: Pflegen Sie durch Ihre Außenkommunikation Ihr positives Image, damit Ihre Kundschaft und Geschäftspartner positiv über Sie sprechen und Sie weiterempfehlen.
- Kundenbindung: Durch einen transparenten Dialog rund um klimarelevante Fragen können Sie den Kundendialog und die Kundenbindung verbessern.
- Neue Zielgruppen: Sprechen Sie durch Ihr Engagement neue Zielgruppen an – zum Beispiel neue Kundschaft oder Fachkräfte.
Worauf sollten Sie bei Ihrer Kommunikation achten?
Eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation zeichnet sich durch spezifische und überprüfbare Aussagen aus. Vermeiden Sie pauschale Aussagen wie „klimafreundlich“, „nachhaltig“ oder „klimaneutral“.
Machen Sie konkrete Angaben zu Zeitraum, Bezugsgröße und Umfang Ihrer Aussage. Statt „Wir haben unseren CO₂-Ausstoß deutlich reduziert“ können Sie beispielsweise schreiben: „Wir haben die Treibhausgasemissionen unseres Standorts in Augsburg von 2022 bis 2025 um 20 Prozent reduziert.“ Damit zeigen Sie, worauf sich Ihre Aussage bezieht und wie groß die erreichte Emissionsminderung ist.
Auch unbeabsichtigte irreführende Aussagen können dem Vertrauen in Ihr Unternehmen schaden und den Vorwurf des Greenwashings hervorrufen. Prüfen Sie Ihre Aussagen deshalb vor der Veröffentlichung sorgfältig und führen Sie einen Freigabe-Prozess im Unternehmen ein.
EmpCo: Anforderungen an Umweltaussagen
Die europäische EmpCo-Richtlinie stellt künftig strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbrauchern. Sie soll vor irreführenden Aussagen und Greenwashing schützen. In Deutschland gelten die neuen Regelungen ab dem 27. September 2026. Eine Umstellungsfrist gibt es nicht.
Für Unternehmen bedeutet das: Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen müssen spezifisch, nachvollziehbar und belegbar sein. Das gilt auch für Nachhaltigkeitssiegel, Bilder und andere Darstellungen. Auch Aussagen über die künftige Umweltleistung eines Unternehmens oder Produkts müssen Sie belegen. Dafür brauchen Sie einen nachvollziehbaren Umsetzungsplan.
Prüfen Sie deshalb Ihre bestehende Kommunikation. Stellen Sie sicher, dass Ihre Umweltaussagen die neuen Anforderungen erfüllen.
Tipp: Richten Sie im Unternehmen einen Freigabeprozess für Nachhaltigkeitsaussagen ein. So verringern Sie das Risiko unzulässiger Aussagen.
So gelingt eine glaubwürdige Umwelt- und Klimakommunikation
Werfen Sie einen Blick in unsere IZU-Handlungshilfe Externe Klimakommunikation in der Sie hilfreiche Praxisbeispiele und Tipps zur Umsetzung finden.


