Umweltpakt Bayern

 

Initiative für mehr Mehrweg

Letzte Aktualisierung: 22.03.2019, Quelle: StMUV, BMU, LfU

Coffee-to-go im Mehrwegbecher soll selbstverständlich werden, fordert Umweltminister Thorsten Glauber. Nach den Gesprächsrunden über Mehrweggetränkebecher will das Bayerische Umweltministerium jetzt auch Verpackungen im Handel einsparen. Zwei Merkblätter zu den hygienischen Aspekten wurden vorgestellt. Außerdem sollen Konzepte gegen Littering entwickelt und Partner gewonnen werden. Zurzeit führt auch der Bund Gespräche mit dem Handel.

Bund und Land haben das Ziel, bei Lebensmitteln, soweit möglich, ganz auf die Verpackung zu verzichten und mehr Lebensmittel in Mehrwegbehältnissen zu verpacken. Die Gespräche werden mit Herstellern, Verbänden sowie dem Handel und anderen Vertreibern geführt, weil einseitige, nur beim Verbraucher ansetzende Lösungen als nicht hinreichend nachhaltig bewertet werden. Der Gesamtverbrauch an Verpackungen in Deutschland liegt derzeit bei rund 18 Millionen Tonnen.

In Bayern führte bereits der Dialog am Runden Tisch zu praktischen Ergebnissen, wie das Angebot, eigene Mehrwegbecher zu verwenden, Kooperationen zwischen den beteiligten Akteuren und Preisnachlässe für Kunden, die ihren eigenen Mehrwegbecher verwenden. An diesen Gesprächen nahmen beispielsweise die Deutsche Bahn AG, die Flughafen München GmbH, Tankstellen, Systemgastronomie und der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA teil.

Bei den Gesprächen im Bund sagten Handel und Hersteller erste Maßnahmen zu, zum Beispiel zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen im Obst- und Gemüsebereich, durch die Ausweitung des Angebots an unverpackter Ware oder durch den Einsatz von Mehrwegbeuteln und -netzen.

Auch das Engagement der Verbraucher ist gefragt. Mit Mehrweggetränkeverpackungen und dem Einkaufen mit Einkaufstaschen, Körben, Frischhalteboxen und Vesperdosen werden Einwegverpackungen gespart. Eine interaktive Bayern-Karte mit Betrieben, bei denen Mehrwegbecher nachgefüllt werden können, steht Verbrauchern bereit.