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Umweltfreundliche Digitalisierung: Entwicklung des digitalen Produktpasses soll vorangetrieben werden

Quelle: BMU

Mit der Entwicklung eines digitalen Produktpasses für Batterien in Elektrofahrzeugen möchte das Bundesumweltministerium das Thema vorantreiben. Digitale Produktpässe sollen künftig dazu beitragen, den Materialverbrauch von Produkten für alle Akteure in der Produktions- und Lieferkette offen zu legen und diese nachhaltig vom Rohstoff bis zum Recycling zu gestalten.

Wer bisher Informationen zu einem Produkt erhalten möchte, muss sich diese umständlich über verschiedene Kanäle beschaffen. Der digitale Produktpass soll diese Lücke schließen und als Datensatz fungieren, der die Komponenten, Materialien und chemischen Substanzen oder auch Informationen zu Reparierbarkeit, Ersatzteilen oder fachgerechter Entsorgung für ein Produkt zusammenfasst.

In einem ersten Schritt soll der digitale Produktpass für Batterien in Elektrofahrzeugen entwickelt und eingesetzt werden. So sieht es neben entsprechenden Anforderungen für bestimmte Industriebatterien die geplante Europäische Batterie-Verordnung vor, die 2022 verabschiedet werden soll. Dabei soll der Lebenszyklus von Batterien so gestaltet werden, dass der Einsatz von Rohstoffen sinkt und die Bestandteile der Batterien weitgehend wiederverwendet werden können. Das steigert die Umweltfreundlichkeit der Elektromobilität. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat dazu im Juni 2021 einen Innovationsworkshop zur Entwicklung von Prototypen der Produktpässe veranstaltet.

Die Daten des digitalen Produktpasses stammen aus allen Phasen des Produktlebenszyklus und können in all diesen Phasen für verschiedene Zwecke genutzt werden (Design, Herstellung, Nutzung, Entsorgung). Die Strukturierung umweltrelevanter Daten in einem standardisierten, vergleichbaren Format ermöglicht allen Akteuren in der Wertschöpfungs- und Lieferkette, gemeinsam auf eine Kreislaufwirtschaft hinzuarbeiten.