Umweltpakt Bayern

 

Umweltmanagement/Energieaudit: Fristverlängerungen wegen der Corona-Krise

Letzte Aktualisierung: 03.04.2020, Quelle: EMAS

Die Corona-Krise hat sämtliche gesellschaftliche Bereiche erfasst. Auch Umweltmanagementsysteme nach EMAS und die Erfüllung von Energieauditpflichten sind davon betroffen. Verlängerungen bzw. Nachholungen der Begehungen sind möglich.

Umweltmanagementsystem

Die Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsstelle für Umweltgutachter (DAU) mbH hat in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium und den EMAS-Registrierungsstellen ein Rundschreiben veröffentlicht, das EMAS-registrierten Organisationen ermöglicht, Begutachtungs- und Registrierungsfristen um bis zu drei Monate zu verlängern.

Demnach können bis zum 30. Juni 2020 anstehende, die EMAS-Registrierung betreffende Fristen durch die Registrierungsstelle auf Antrag um drei Monate verlängert werden. Die Fristverlängerung ist durch die EMAS-Organisation formlos mit einer kurzen Begründung (telefonisch, per Mail oder schriftlich) bei der Registrierungsstelle zu beantragen und durch diese schriftlich zu bestätigen.

Es wird ausdrücklich betont, dass eine Fristverlängerung nicht zu einer Verlängerung der Registrierung führt. Außerdem besteht der Grundsatz weiterhin, dass ohne eine Vor-Ort-Begutachtung keine Validierung durch Umweltgutachterinnen und -gutachter erfolgen kann.

Energieaudit

Das BAFA hat auf ihrer Internetseite folgende Meldung veröffentlicht:

"Falls Sie bedingt durch die Corona-Krise das Energieaudit nicht fristgerecht durchführen konnten, holen Sie nach Beendigung der Krise das Energieaudit bzw. die Online-Erklärung unverzüglich nach und geben eine kurze Begründung z. B. wegen Coronakrise kein Betretungsrecht durch Externe. Während der Krise erfolgt keine Stichprobenkontrolle durch das BAFA."

Zu der Frage, ob Vor-Ort-Begehungen für die Durchführung des Audits zwingend notwendig sind, antwortet das BAFA:

"Die Vor-Ort-Begehung ist Teil der DIN EN 16247-1. Somit ist das Energieaudit erst vollständig abgeschlossen, wenn auch die Vor-Ort-Begehung durchgeführt wurde. Falls das Energieaudit aufgrund einer verspäteten Vor-Ort-Begehung verfristet abgeschlossen wurde, sollten Sie die Gründe hierfür dokumentieren. Die Dokumentation sollte zum Beispiel darlegen, ob begründete Verdachtsfälle bestanden, der Betrieb komplett oder für Externe (Energieauditoren) geschlossen wurde oder es aus anderen Gründen nicht möglich war, dem Geschäftsbetrieb normal nachzugehen. Je ausführlicher die Dokumentation ist, desto hilfreicher ist es für die Beurteilung. Das BAFA wird diese Umstände bei der Beurteilung natürlich berücksichtigen. Die Vor-Ort-Begehung ist unverzüglich nachzuholen, sobald die Corona-bedingte Ausnahmesituation beendet ist."

Weiterführende Informationen

Links

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