Umweltpakt Bayern

 

EMAS: Was sind Umweltaspekte?

Letzte Aktualisierung: 29.01.2015, Antwort von: LfU

Was sind Umweltaspekte? Was sind direkte und indirekte Umweltaspekte?
Die EMAS-Verordnung fordert, dass Organisationen ihre wesentlichen direkten und indirekten Umweltaspekte ermitteln und bewerten. Die erfassten Umweltaspekte bilden die Grundlage für das aufzubauende Umweltmanagementsystem.

Umweltaspekt

Die Definition in der EMAS-Verordnung lautet: "Derjenige Bestandteil der Tätigkeiten, Produkte oder Dienstleistungen einer Organisation, der Auswirkungen auf die Umwelt hat oder haben kann." Umweltaspekte können positive oder negative Auswirkungen auf die Umwelt hervorrufen.

Organisationen, die ein Umweltmanagementsystem nach EMAS einführen wollen, müssen sich in der Regel im Rahmen der ersten Umweltprüfung mit ihren Umweltaspekten beschäftigen. Hier gilt es nicht sämtliche Umweltaspekte zu erfassen, sondern die, die für die Organisation bedeutende Umweltauswirkungen haben.

Direkte Umweltaspekte

Direkte Umweltaspekte betreffen die Tätigkeiten der Organisation, deren Ablauf sie vollständig kontrolliert. Beispiele:
  • Emissionen in die Atmosphäre
  • Ein-und Ableitungen in Gewässer
  • Nutzung und Kontaminierung von Böden
  • Nutzung von natürlichen Ressourcen und Rohstoffen (einschließlich Energie)
  • lokale Phänomene (Lärm, Erschütterungen, Gerüche, Staub, ästhetische Beeinträchtigung)

Indirekte Umweltaspekte

Indirekte Umweltaspekte betreffen nur mittelbar die Organisation, ohne dass diese die vollständige Kontrolle darüber hat.
Beispiele:
  • produktlebenszyklusbezogene Aspekte (Design, Entwicklung, Verpackung, Transport, Verwendung und Wiederverwendung / Entsorgung von Abfall)
  • Auswahl und Zusammensetzung von Dienstleistungen (z. B. Transport-oder Gaststättengewerbe)
  • Verwaltungs-und Planungsentscheidungen
  • Zusammensetzung des Produktangebots
  • Umweltleistung und -verhalten von Auftragnehmern, Unterauftragnehmern und Lieferanten