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Umweltschutz und Nachhaltigkeit müssen in der Ausbildung künftig stärker berücksichtigt werden

Quelle: BIBB

Nachhaltigkeit und Umweltschutz müssen künftig stärker in die betriebliche Ausbildung integriert werden – ganz im Sinne der Agenda 2030 (SDGs) der Vereinten Nationen. Eine seit 1. August 2021 gültige Neufassung der Standardberufsbildpositionen regelt die genauen Lernziele, die Inhalte sind prüfungsrelevant und für alle Berufe gleich. Zunächst sind nur neue und neu geordnete Ausbildungsberufe betroffen, für alle anderen Ausbildungsberufe stellt die Neufassung eine Empfehlung dar.

Was sind Standardberufsbildpositionen?

Als Standardberufsbildpositionen werden Ausbildungsinhalte bezeichnet, die in allen dualen Ausbildungsberufen identisch sind und neben den fachspezifischen Kompetenzen vermittelt werden müssen. Die bisher gültigen Standardberufsbildpositionen wurden nun von einer Arbeitsgruppe (u. a. Bundeswirtschaftsministerium, Länder, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände) des Bundesinstituts für Berufsausbildung (BIBB) überarbeitet und an aktuelle Qualifikationsanforderungen, insbesondere Nachhaltigkeit und Digitalisierung, angepasst.

Die vier Standardberufsbildpositionen sind:
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  • Digitalisierte Arbeitswelt
  • Organisation des Ausbildungsbetriebs, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht
  • Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Welche Inhalte müssen im Bereich "Umweltschutz und Nachhaltigkeit" vermittelt werden?

Die genauen Inhalte sind in der Broschüre "Vier sind die Zukunft" des BIBB nachzulesen.
Die Themenblöcke sind:
  • Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich erkennen und zu deren Weiterentwicklung beitragen.
  • Materialien und Energie unter wirtschaftlichen, umweltverträglichen und sozialen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit nutzen.
  • Für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes einhalten.
  • Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wiederverwertung oder Entsorgung zuführen.
  • Vorschläge für nachhaltiges Handeln für den eigenen Arbeitsbereich entwickeln.
  • Unter Einhaltung betrieblicher Regelungen im Sinne einer ökonomischen, ökologischen und sozial nachhaltigen Entwicklung zusammenarbeiten und adressatengerecht kommunizieren.

Welche Ausbildungsberufe sind betroffen?

Die Anforderungen gelten für alle ab dem 1. August 2021 neuen oder neu geordneten Ausbildungsberufe. Damit sind zunächst nur wenige Berufe betroffen. Für alle anderen nach dem Berufsbildungsgesetz beziehungsweise der Handwerksordnung geregelten dualen Ausbildungsberufe haben die neuen Standards aber Empfehlungscharakter.