Umweltpakt Bayern

 

Naturnahe Betriebsgelände: Mehr Lebensqualität für alle

Letzte Aktualisierung: 26.07.2018, Quelle: LfU

Zwitschern, plätschern, summen, zirpen, rascheln und rauschen – naturnah gestaltete Unternehmensflächen bieten Lebensqualität für Menschen, Tiere und Pflanzen und sind eine Quelle der Erholung, Entspannung und Kontemplation in urbanen und suburbanen Gebieten.

Ein attraktives und naturnah gestaltetes Firmengelände wirkt nicht nur als grünes Aushängeschild für Unternehmen, sondern birgt auch zahlreiche Vorteile für die Allgemeinheit.

Vorteile

  • Mit der Schaffung von wertvollen Lebensräumen für heimische Tier- und Pflanzenarten leisten diese Flächen einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie tragen zu einer attraktiveren Erscheinung des Stadt-und Landschaftsbildes bei und haben eine wichtige Vorbildfunktion für die Gesellschaft.
  • Zudem leisten naturnah gestaltete Unternehmensflächen wichtige Funktionen zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser, schützen den Boden und verbessern das Kleinklima und die Luftqualität. Die dichte Bebauung und der Mangel an Grünflächen in Städten verändert das Klima. Es entstehen Hitzeinseln, weil sich Beton und Asphalt stark aufheizen. Durch die Begrünung von Dächern und Fassaden wird Regenwasser gespeichert, das an heißen Tagen verdunstet und somit das Stadtklima verbessert.
  • Naturnahe Gelände bieten Freiräume auch für Menschen! Sie sind Orte der Erholung und Entspannung für Mitarbeitende und Öffentlichkeit und tragen somit zur Erhöhung der Lebensqualität bei. Zudem leisten sie einen Beitrag zur Stärkung des Umwelt- und Naturbewusstseins.

Beispiel

Die Gelände der Firma Skywalk im oberbayerischen Marquartstein vereint gleich mehrere dieser Vorteile. 54 % des Firmenareals ist naturnah gestaltet. Damit das Regenwasser des 1.000 m² großen Gebäudes vor Ort oberflächig versickern kann, wurden Gräben, Mulden und Teichen angelegt. Damit wurde ein Stück ursprüngliche Wildflussdynamik nachgestaltet. Das funktioniert so gut, dass selbst das Hochwasser Anfang Juni 2013 keinen Schaden anrichten konnte. Um Mitarbeitenden, Gästen und Anwohnern die Natur näher zu bringen, wurden Wildblumenbeete mit Trockenmauern auf der Eingangsseite gebaut und die Flussauenlandschaft mit Wildblumen und Wildgehölzen bestückt. Außerdem gibt es einen Pausen- und Feuerplatz mit Naturteich, der sich zum Freizeittreff entwickelt hat.