Verbrauch von Verpackungsabfällen in Deutschland und der EU

Quelle: Eurostat, bvse

Im Jahr 2023 fielen in der EU pro Einwohner durchschnittlich 177,8 Kilogramm Verpackungsmüll an, davon 35,3 Kilogramm aus Kunststoff. Deutschland lag mit 215 Kilogramm pro Kopf deutlich über dem EU-Schnitt und erzeugte insgesamt die größte Menge an Verpackungsabfällen. Gleichzeitig erfüllt Deutschland die EU-Vorgaben und erreicht mit einer Recyclingquote von 69,4 Prozent einen Platz im oberen Mittelfeld.

Im Jahr 2023 fielen in der Europäischen Union (EU) insgesamt 79,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an, was 177,8 Kilogramm pro Einwohner entspricht. Der größte Teil des Verpackungsmülls bestand aus Papier und Karton (40,4 %), gefolgt von Kunststoff (19,8 %), Glas (18,8 %), Holz (15,8 %) und Metall (4,9 %).
Betrachtet man die Kunststoffverpackungsabfälle, so entstanden 35,3 Kilogramm pro Kopf in der EU, von denen 14,8 Kilogramm recycelt wurden. Damit sank die Menge des insgesamt erzeugten Kunststoffabfalls leicht, während das Recycling minimal zunahm. Von 2013 bis 2023 sind sowohl die erzeugten als auch die recycelten Kunststoffmengen pro Kopf deutlich gestiegen. Die EU erreichte 2023 eine Recyclingquote von 42,1 % für Kunststoffverpackungen.

Deutschland lag mit 215 Kilogramm Verpackungsabfälle pro Kopf im Jahr 2023 deutlich über dem EU-Durchschnitt und steht EU-weit an dritter Stelle. Seit 2005 ist die Pro-Kopf-Menge an Verpackungsmüll in Deutschland um 15 % gestiegen. So fielen hierzulande 2023 insgesamt 18 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an – der höchste Wert innerhalb der EU.

Trotz dieser großen Menge liegt Deutschland mit einer Recyclingquote von 69,4 % im oberen Mittelfeld der Mitgliedstaaten. Damit erfüllt es bereits die EU-Vorgaben, die bis Ende 2025 eine Recyclingquote von mindestens 65 % und bis 2030 von 70 % vorsehen.


Foto: Adobe Stock - photka