Umweltpakt Bayern

 

Energiebereitstellung und Auswahl des Energieträgers

Letzte Aktualisierung: 16.03.2016, Quelle: LfU, Leitfaden Effiziente Energienutzung in Industrie und Gewerbe

Die Bereitstellung von Energie, insbesondere die Auswahl des Energieträgers, hat erheblichen Einfluss auf die CO2-Emissionen des Betriebes. Neben den direkten Kosten des jeweiligen Energieverbrauchs kann dies auch im Hinblick auf den CO2-Emissionshandel von wirtschaftlicher Bedeutung für den Betrieb sein.


Tipps:

  • Wenn Sie Ihre Energieträger frei auswählen können, entscheiden Sie sich für einen mit geringen CO2-Emissionen. Erdgas als Brennstoff verursacht unter den fossilen Energieträgern die geringsten CO2-Emissionen und ist durch seinen zumindest für die Industrie günstigen Preis attraktiv. Hinzu kommt der geringe Aufwand für die Abgasreinigung und der besonders effiziente Einsatz in Brennwertkesseln. Elektrischer Strom sollte wegen der hohen Umwandlungsverluste ausgehend vom Primärenergieträger nur im Ausnahmefall für Heizzwecke eingesetzt werden.

  • Setzen Sie nach Möglichkeit v.a. zur Wärmebereitstellung erneuerbare Energieträger ein. In vielen Betrieben fallen z.B. bei der Produktion große Mengen Holzabfälle an, die bei der Wärmeerzeugung gleichzeitig entsorgt werden können. Auch die solare Warmwasserbereitung bietet in bestimmten Fällen nutzbare Potenziale.

  • Setzen Sie für Heizzwecke Nah- und Fernwärme ein, v.a. dann, wenn ein entsprechendes Versorgungsnetz in der Nähe bereits vorhanden ist. Durch Fremdbezug von Raum- oder Prozesswärme lassen sich Abwärmepotenziale von Stromerzeugern nutzen. Oft trägt auch die Kooperation mit Nachbarbetrieben dazu bei, Abwärme auszutauschen und weniger Reserveleistung vorhalten zu müssen.

  • Abwärme auf zu niedrigem Temperaturniveau kann durch eine Wärmepumpe auf das erforderliche Temperaturniveau gebracht werden.

  • Setzen Sie in Ihrem Betrieb Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ein, wenn dies unter den Rahmenbedingungen Ihres Betriebes sinnvoll ist. Berücksichtigen Sie dabei auch Aspekte wie den möglichen Einsatz der KWK-Anlage als Notstromaggregat.