Umweltpakt Bayern

 

EMAS: Wie oft finden Umweltbetriebsprüfungen statt?

Letzte Aktualisierung: 28.05.2010, Antwort von: LfU

Alle Tätigkeiten der Organisation müssen innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Jahren einer internen Umweltbetriebsprüfung gemäß Anhang III der EMAS-Verordnung unterzogen werden (Betriebsprüfungszyklus, vgl. Art. 6 Abs. 2 EMAS-Verordnung).

Nach Artikel 7 der EMAS-Verordnung können die Registrierungsstellen auf Antrag von kleinen Organisationen (kleine und mittlere Unternehmen nach EU-Definition: u. a. bis zu 250 Mitarbeiter; Behörden, die u. a. für weniger als 10000 Einwohner zuständig sind oder weniger als 250 Personen beschäftigen) dieses Dreijahresintervall auf bis zu vier Jahre verlängern. Der Umweltgutachter, der die Organisation begutachtet hat, muss dazu bestätigen, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Die Häufigkeit, mit der eine Tätigkeit geprüft wird, hängt von folgenden Faktoren ab (vgl. Anhang III Nr. 4 EMAS-Verordnung):

  • Art, Umfang und Komplexität der Tätigkeiten
  • Bedeutung der damit verbundenen Umweltauswirkungen
  • Wichtigkeit und Dringlichkeit der bei früheren Umweltbetriebsprüfungen festgestellten Probleme
  • Vorgeschichte der Umweltprobleme

Komplexere Tätigkeiten mit bedeutenderen Umweltauswirkungen werden häufiger geprüft.

Das Programm für die Umweltbetriebsprüfung ist auch dem Umweltgutachter vorzulegen (vgl. Art. 6 Abs. 1 a) EMAS-Verordnung), damit sichergestellt ist, dass die Umweltbetriebsprüfung den Anforderungen der EMAS-Verordnung entspricht.

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