Umweltpakt Bayern

 

EMAS: Was muss eine Organisation tun, die an EMAS teilnehmen möchte?

Letzte Aktualisierung: 16.08.2017, Antwort von: IHK für München und Oberbayern

Unternehmen oder andere Organisationen, die sich entschlossen haben, an EMAS teilzunehmen, überprüfen entweder durch betriebsinterne Fachleute oder unter Zuhilfenahme externer Beratung, welche Umweltauswirkungen ihre Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen haben (Umweltprüfung).

Aufgrund der Ergebnisse der Umweltprüfung formuliert die Organisation unter Einbeziehung ihrer Mitarbeiter eine Umweltpolitik und ein Umweltprogramm mit konkreten Zielen. Umweltpolitik und Umweltprogramm werden von der Geschäftsleitung oder dem Vorstand verabschiedet.

Zur Umsetzung seiner Umweltpolitik und seiner Ziele ordnet das Unternehmen seine betriebliche Organisation und richtet ein Umweltmanagementsystem ein. Darin wird u.a. festgelegt, welcher Mitarbeiter welche umweltspezifischen Verantwortungen und Zuständigkeiten übernimmt. Regelmäßig wird durch eine interne Umweltbetriebsprüfung feststellt, ob das Umweltmanagementsystem funktioniert und die gesetzten Ziele erreicht werden. Der Geschäftsleitung wird hierüber berichtet, diese weist ggf. erforderliche Korrekturmaßnahmen an.

Das Umweltmanagementsystem, die Umweltpolitik und die im Umweltprogramm festgelegten Schritte und Einzelziele zur Verbesserung der Leistungen für den Umweltschutz werden mit einer zusammenfassenden Beschreibung und Bewertung aller für den Betriebsstandort wesentlichen Umweltaspekte in einer Umwelterklärung der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Umweltgutachter überprüft die Umwelterklärung (Auditierung). Dabei untersucht er anhand der Ergebnisse der internen Umweltbetriebsprüfung und einer Begehung des Unternehmensstandortes, ob das Umweltmanagementsystem funktioniert und alle einschlägigen Rechtsvorschriften durch die Organisation eingehalten werden. Anhaltspunkte für die Gestaltung der Umwelterklärung bietet ein Leitfaden der EU Kommission zur EMAS-Umwelterklärung.

Nach erfolgreicher Überprüfung wird die Umwelterklärung vom Umweltgutachter für gültig erklärt (validiert) und das Unternehmen bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer in das EMAS-Register eingetragen.