Umweltpakt Bayern

 

Kühlung von Lebensmitteln - Tipps zur effizienten Gerätenutzung

Letzte Aktualisierung: 15.09.2014, Quelle: dena

Zur Kühlung von Lebensmitteln werden große Mengen an Energie benötigt. Gemessen am europäischen Stromverbrauch beträgt der Anteil der Kühlmöbel knapp 3 %, was einer jährlichen Emission von ca. 50 Mio. Tonnen CO2 entspricht. Auf Deutschland übertragen bedeutet das einen Stromverbrauch von 13,5 TWh und einen Ausstoß von knapp 8.000 Tonnen CO2 pro Jahr (Berechnung: 570 TWh * 2,5 % * 0,570 g/kWh = 8.000 t). Nach Angaben der dena können durch den Einsatz effizienter Kühltechnologie Einsparungen von bis zu 50 % realisiert werden, verbunden mit einer entsprechenden Reduktion der schädlichen Umweltauswirkungen.

Projekt ProCool – Entwicklung energie- und ökoeffizienter Kühlgeräte für den Getränke- und Lebensmittelhandel


In diesem Zusammenhang wurde von der dena im Zeitraum zwischen 2003 und 2006 das Projekt ProCool durchgeführt. Ziel dieses Projektes war es, die Markteinführung energieeffizienter steckerfertiger Kühl- und Tiefkühlgeräte zu fördern. Unternehmen aus ganz Europa wurden dazu aufgerufen, neue steckerfertige Kühlgeräte für den Handel zu entwickeln, die sich durch besonders hohe Energieeffizienz auszeichnen. Weiter mussten die Geräte ohne klimaschädliche teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW) auskommen. Im folgenden Jahr wurden die besten Geräte öffentlich präsentiert und mit dem ProCool-Award ausgezeichnet. Die Siegergeräte konnten Energieeinsparungen von bis zu 70 % vorweisen. Darüber hinaus konnten die prämierten Geräte auch mit umweltfreundlichen Kältemitteln oder innovativer CO2-Kühltechnik punkten.
Eine weitere Möglichkeit zur Senkung des Energieverbrauchs ist die Durchführung geeigneter Maßnahmen beim Einsatz der Geräte, z. B. durch regelmäßige Reinigung von Verdampfer und Verflüssiger oder Nachtabdeckung.
Auch nach Beendigung des Projektes wird ProCool weiterhin Unternehmen des Getränke- und Lebensmittelhandels zum Einsatz energieeffizienter Geräte informieren und motivieren. Da in dieser Branche fast die Hälfte der eingesetzten Energie für die Kühlung benötigt wird, ergeben sich neben den positiven Umweltauswirkungen auch erhebliche finanzielle Einsparungen.

Partner

ProCool ist ein Kooperationsprojekt der Austrian Energy Agency, des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation sowie der dena. ProCool wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Kommission sowie durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

Weiterführende Informationen

Links

Dokumente zum Download/Bestellen