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Gerüche bei Holzpellets: Holzpellets weisen gelegentlich einen auffälligen Geruch auf, der dem von Spanplatten ähnelt. Woran kann das liegen? Besteht eine Gefahr für die Gesundheit?

Antwort von: LfU, Ref. 21

Der Geruch der Pellets steht vermutlich in engem Zusammenhang mit deren Herstellungsprozess. Beim Pressen des Holzstaubs werden in den Pelletmatrizen aufgrund des hohen Drucks und der Temperatur Kohlenwasserstoffe gebildet, die teilweise in flüssiger Form vorliegen und ein Verkleben des Holzstaubs beim Pressen bewirken, so dass die Pellets ihre feste Struktur auch ohne Bindemittel erhalten. Dabei kommt es wahrscheinlich auch zur Bildung von Kohlenmonoxid und gasförmigen, teilweise geruchsintensiven Kohlenwasserstoffen, die im Laufe der Zeit aus den Pellets austreten und den Geruch verursachen könnten. Der Deutsche Energie-Pellet Verband (DEPV) hat entsprechende Empfehlungen zur sicheren Lagerung von Holzpellets herausgegeben.

Zudem haben neuere Untersuchen gezeigt, dass die für den Einsatz in Kleinfeuerungen vertriebenen Holzbriketts (und Pellets) aufgrund von Verunreinigungen häufig nicht die Qualitätsanforderungen der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) erfüllen. Wir empfehlen deshalb, beim Kauf der Pellets darauf zu achten, dass der Pellethersteller die Einhaltung der Anforderungen nach DIN 51731 garantiert. Sind die Pellets als DINplus-Ware gekennzeichnet, findet zudem eine regelmäßige Fremdüberwachung des Pelletherstellers durch das Deutsche Institut für Normung statt.