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Umgang mit wassergefährdenden Stoffen: Stoffe mit unterschiedlicher WGK: Welche Wassergefährdungsklasse (WGK) ist maßgeblich, wenn Stoffe mit unterschiedlicher WGK in einer Anlage in unterschiedlichen Behältern aufbewahrt werden?

Antwort von: LfU

In einem Fasslager befinden sich 4m3 Stoffe der WGK 3 und 96m3 der WGK 1.

In einer Anlage mit Stoffen unterschiedlicher WGK in getrennten Behältern ist als maßgebende WGK die höchste WGK in der Anlage anzusetzten, sofern der Anteil von Stoffen der höchsten WGK 3% des Gesamtvolumens (bei Flüssigkeiten) bzw. der Gesamtmasse (bei Feststoffen und Gasen) überschreitet. Ist der Anteil niedriger, ist die nächst niedrigere WGK anzusetzten, unabhängig davon ob tatsächlich Stoffe dieser WGK in der Anlage vorhanden sind. Diese Regelung gilt auch bei Behältern mit mehreren Kammern.

Im oben genannten Fall gilt damit die WGK 3.


Weiteres Beispiel
In einem Fasslager befinden sich 2m3 Stoffe der WGK 3 und 98m3 Stoffe der WGK 1. Hier werden die 3% nicht überschritten, die maßgebende WGK ist damit 2 (die nächst niedrigere WGK ausgehend von der höchsten vorhandenen).