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Umgang mit wassergefährdenden Stoffen: Leckageanzeigegeräte : Müssen Leckageanzeigegeräte regelmäßig von einen Sachkundigen überprüft werden?

Antwort von: LfU

Funktionsweise

Leckageanzeigegeräte sind Sicherheitseinrichtungen, die das Undichtwerden von Überwachungsräumen doppelwandiger Behälter und Rohrleitungen erkennen und melden, ohne dass wassergefährdende Stoffen ausgetreten sind. Leckageanzeigegeräte erzeugen im Überwachungsraum einen Unter- oder Überdruck, der durch Vakuum- oder Druckerzeuger im Leckanzeigegerät auf einem bestimmten Niveau gehalten wird. Steigt (bei Unterdrucksystemen) oder fällt (bei Überdrucksystemen) der Druck über bzw. unter einen voreingestellten Alarmdruck, löst der Leckanzeiger optischen und akustischen Alarm aus.

Bauaufsichtliche Zulassung

Leckageanzeigegeräte benötigen eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) in Berlin. In diesen Zulassungen werden neben Vorgaben für Nutzung, Unterhalt, Wartung und wiederkehrende Prüfung der Geräte im Allgemeinen auch die Personen bzw. Betriebe genannt, die diese Tätigkeiten durchführen dürfen und wie oft diese Tätigkeiten durchzuführen sind.

Wartung durch "Sachkundige"

In der Regel wird im Rahmen der Wartung eine jährliche Funktionsprüfung durch einen "Sachkundigen" gefordert, wobei die Vorgaben der Hersteller (Betriebsanweisungen bzw. Kontroll-/Wartungsanweisungen) zu beachten sind.

Als "Sachkundiger" wird im Allgemeinen eine Person angesehen, die Kenntnisse besitzt, um den Zustand und die Funktion eines Gerätes zu bewerten und einfache, für den laufenden Betrieb erforderliche Arbeiten durchführen zu können. Dies bedeutet, dass der Betreiber eines Leckageanzeigegerätes entscheiden muss, ob er die jährliche Wartung selber durchführen kann ("eigenverantwortliches Handeln") - andernfalls empfiehlt es sich, mit dem Hersteller einen entsprechenden Wartungsvertrag abzuschließen. Meist schreiben die Hersteller der Leckanzeigegeräte in ihren Technischen Beschreibungen, die den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen zugrunde liegen und den Betreibern mitgeliefert werden, vor, dass Montage, Wartung und Prüfung von Leckanzeigern nur von Firmen durchgeführt werden dürfen, die einschlägige Kenntnisse auf diesem Gebiet aufweisen oder vom Hersteller ausdrücklich für diese Arbeiten autorisiert worden sind. Wegen der für eine ordnungsgemäße Wartung notwendigen technischen Einrichtungen ist jedem Betreiber zu empfehlen, nur einschlägige Fachfirmen damit zu beauftragen.

Hinweis

Tätigkeiten wie Errichten, Innenreinigen, Instandsetzen und Stilllegen von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen dürfen nur durch einen Fachbetrieb nach § 62 AwSV durchgeführt werden.
Darüber hinaus sind bestimmte Anlagen nach Maßgabe der Anlagen 5 und 6 AwSV vor Inbetriebnahme und bei wesentlicher Änderung, wiederkehrend alle 5 Jahre (in Wasserschutzgebieten bei unterirdischer Lagerung alle 2,5 Jahre) und bei Stilllegung durch einen "VAwS-Sachverständigen" prüfen zu lassen.

Weitere Sicherheitseinrichtungen

Es gibt im Übrigen noch eine Reihe weiterer Sicherheitseinrichtungen (z. B. Grenzwertgeber, Abfüll- und Überfüllsicherungen, Hebersicherungen), die ebenfalls allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen benötigen, die die Wartung in ähnlicher Weise regeln.